10.11.2017 | 1. ELATION Proteus-Lichtbrücke zum Reformationsjubiläum in Worms

Lichtdesigner Thomas Gerdon setzt auf leistungsstarken IP 65 Proteus Hybrid

Vor 500 Jahren leitete Martin Luther die Reformation ein. Die deutsche Stadt Worms, die eine zentrale Rolle in der Bewegung spielte, zelebriert das Jubiläum dieses Ereignisses ein ganzes Jahr lang. Vom 27. Oktober bis 1. November wurde schließlich eine spektakuläre „Ökumenische Brücke des Lichts“ zwischen dem Petersdom und der Lutherkirche errichtet. Dies geschah mit Hilfe von ELATION Professional Proteus Hybrid Movinglights.

Lichtdesigner Thomas Gerdon war von der Stadt Worms kontaktiert worden, um den katholischen Dom mit der evangelischen Lutherkirche in einer Lichtbrücke zu verbinden, die das Band zwischen Katholiken und Protestanten zum Ausdruck bringen sollte. „Auch wenn es sich um getrennte Glaubensrichtungen handelt, so sind sie doch eng verbunden“, sagt Gerdon und bringt so die Bedeutung des Projektes auf den Punkt. „Die Brücke des Lichts sollte die Verbindung der beiden großen Glaubensrichtungen als eine Begegnung in enger Partnerschaft visualisieren.“

Ursprünglich hatte Gerdon die Idee, traditionelle Suchscheinwerfer als Lichtbrücke zu verwenden. Da die Leuchten jedoch hoch oben in den Türmen installiert werden mussten, waren das Gewicht und die Größe der Lampen ein Hindernis. „Es wäre fast unmöglich, so große und schwere Vorrichtungen nach oben zu bekommen. Zudem gab es nicht viel Platz zum Arbeiten, und auch die Stromversorgung wäre ein Problem gewesen. Das alles machte es recht kompliziert.“

Eine hohe Lichtausbeute war bei dem Projekt ein Muss, sodass Gerdon verschiedene große Entladungslampen testete. „Aber sie hatten nicht genug Power, ihnen fehlte es an Durchschlagskraft“, sagt er. „Unsere erste Idee war zu umständlich und unsere zweite nicht hell genug.“

ELATION Proteus als Problemlöser

Dann erhielt Gerdon einen Anruf von Marc Librecht, Sales Director bei Elation Professional Europe. „Er sagte mir, dass der Proteus Hybrid fertig sei und fragte mich, ob ich einen Blick darauf werfen wolle, was ich natürlich tat. Neben der Tatsache, dass er 40 Prozent leistungsfähiger ist als einige andere Leuchten, die wir uns angesehen hatten, bringt er alle Vorteile von IP 65 mit. So nahm ich eine Leuchte mit nach draußen und richtete sie in den Himmel. Es war erstaunlich! Der Proteus Hybrid hatte genauso viel Kraft wie ein 2K-Scheinwerfer – bei zehn Prozent der Leistungsaufnahme und einem Bruchteil des Gewichts! Er war die Lösung.“

Der preisgekrönte Proteus Hybrid ist nicht nur leistungsstark, kompakt und mit Schutzklasse IP 65 ausgestattet, er verfügt außerdem über zahlreiche Effekte und ist multifunktional in der Spot-, Beam- oder Wash-Funktion einsetzbar. 50 Meter über dem Boden setzte Gerdon je sechs Leuchten in die Türme beider Kirchen ein, dann richtete er sie auf den jeweils gegenüberliegenden Turm aus.

„Die sechs Geräte sind versetzt platziert, drei in der ersten Reihe, drei in der hinteren Reihe, wobei alle sechs zur anderen Kirche ausgerichtet sind. Als ich sie zum ersten Mal im Domturm sah, war es unglaublich, wie viel Leistung sie lieferten“, berichtet der Lichtdesigner über die 23.000 Lumen Lichtleistung und zeigt sich begeistert. „Wir haben die Lutherkirche mit Lichtstrahlen vom Dom und umgekehrt beleuchtet, eine Entfernung von etwa 1.200 Metern. So entstand die spektakuläre, mehrfarbige Lichtbrücke, wie wir sie geplant hatten.“

Während der Eröffnungsveranstaltung am 27. Oktober wurde die „Ökumenische Brücke des Lichts“ erstmals errichtet. In den sechs Tagen bis zur letzten Vorführung am 1. November fanden in beiden Kirchen einige gemeinsame Veranstaltungen statt. Die Lichtbrücke hatte jeweils 40 Minuten Bestand und war Teil einer stündlich für 20 Minuten laufenden Lichtshow mit Ballyhoo-Effekten und Farbwechseln.

Die Leuchten waren jeden Abend von 18:00 Uhr bis Mitternacht eingeschaltet. „Wir schalteten sie am ersten Tag ein und am letzten Tag aus. Dazwischen hatten wir keine Probleme. Die Scheinwerfer waren dem Wetter ausgesetzt – Wind, Regen, kalte Nächte. Trotzdem arbeiteten sie bis zum Schluss fehlerfrei“, so Gerdon.

Die Lieferung der Geräte erfolgte über den deutschen ELATION-Vertrieb LMP. „Marc Petzold und sein Team sind immer sehr hilfsbereit und unterstützen gern. Auch bei ELATION war jeder mit vollem Einsatz dabei.“ Gerdon arbeitete bei dem Projekt mit dem lokalen Event- und Medientechnik-Unternehmen Dawnconcepts zusammen.

Das Lichtbrückenprojekt wurde von den Wormser Bürgern nicht nur als Verbindung zwischen Christen, sondern auch als eine schöne Komposition aus Licht und Himmel in der Stadt empfunden und dementsprechend gut angenommen.

Photos 2, 3 & 4: Marc Braner

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